Dez 13

Das Gewerbe ist angemeldet, endlich kann man Aufträge annehmen und Rechnungen schreiben und damit Geld verdienen. Wenige Tage bis Wochen später flattert dann der erste Brief vom Finanzamt ins Haus – ein „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“. Ich wusste damals auch nicht so genau, was ich reinschreiben soll und musste und habe damals einen Steuerberater zur Seite gehabt, der sich das aber hat bezahlen lassen.

Worum es hier gehen soll ist die sogenannte Kleinunternehmerregelung. Dazu gibt es natürlich auch ein Gesetz, das UStG – Umsatzsteuergesetz. Darin regelt §19 die Besteuerung der Kleinunternehmer. Wer sich den Gesetzestext durchlesen möchte, klicke hier. Ich versuche das ganze mal einfach zu erklären.

Bei der Kleinunternehmerregelung geht es darum, ob ein Unternehmer oder auch Freiberufler auf seine Waren und Dienstleistungen, die er verkauft, Umsatzsteuer (oder auch Mehrwertsteuer) berechnen darf. Im Gegenzug bekommt er auch keine Vorsteuer erstattet vom Finanzamt. Was heißt das nun genau?

Grundsätzlich ist jeder, der ein Gewerbe anmeldet erst einmal Kleinunternehmer, je nachdem, welche Umsätze im Gründungs- und im darauffolgenden Jahr gemacht werden, kann man diesen Status verlieren. Man kann auch freiwillig darauf verzichten.

Wer im Jahr der Gründung mehr als 17.500€ und im darauffolgenden Jahr mehr als 50.000€ machen wird, verliert den Status Kleinunternehmer. Gemeint ist jeweils der tatsächliche Umsatz, wenn schon eine Steuererklärung gemacht wurde, oder eben der geschätzte. Schätzen muss man nach der Gründung für den Fragebogen fürs Finanzamt. Man sollte dabei so realistische Zahlen wie möglich schätzen. Sollte man mitten im Jahr sein Unternehmen gründen, was wohl die meisten tun oder getan haben, dann werden die Umsätze anteilig ermittelt.

Umsatzsteuer, Vorsteuer, Mehrwertsteuer, was ist was?

Für nahezu jede Ware, jedes Produkt, jede Dienstleistung zahlt man in Deutschland Umsatzsteuer. Das sind momentan 7% oder 19%.

7% zahlt man:

„für die Lieferung von Lebensmitteln, nicht jedoch Getränke (Ausnahme: Milch und Milchmischgetränke mit einem Milchanteil von mehr als 75%, unabgefülltes Wasser)
für die Lieferung von Büchern und Zeitungen (wenn jugendkonform, keine sexuellen Inhalte 😉 )
für den öffentlichen Personennahverkehr (öffentliche Verkehrsmittel auf Strecken kürzer als 50km)
für Blumen/Pflanzen und Tiernahrung“

Der Rest wird mit 19% besteuert. Kauft ihr euch also z.B. ein neues Handy, weil ihr das für euren Job benötigt, und es kostet 119€, dann sind darin 19% Umsatzsteuer enthalten. Der Unternehmer oder das Unternehmen, welches euch das Handy verkauft hat, muss die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Das Unternehmen was das Handy kauft, kann sich diesen Steuerbetrag wieder zurückholen, man nennt es dann Vorsteuer.

Und was ist mit der Mehrwertsteuer?

Die Mehrwertsteuer gibt es eigentlich gar nicht, sie ist einfach ein Sammelbegriff für Vorsteuer und Umsatzsteuer.

Und wozu das ganze?

Die Mehrwertsteuer ist eine Verbrauchersteuer, sie soll nur den Verbraucher, nicht aber die Unternehmen belasten. Daher bekommen Unternehmer, wenn sie keine Kleinunternehmer sind, diese wieder zurück.

Und welche Vorteile hat es, KEIN Kleinunternehmer zu sein?

Ganz einfach man kann „sich die Vorsteuer ziehen“. Das bedeutet, ihr bezahlt im Geschäft 119 € für euer Handy und bekommt vom Finanzamt 19 € als die Vorsteuer wieder zurück. Das Handy kostet euch also nur 100 €. Gerade wenn man als Unternehmer zum Start viel Investiert, kann es durchaus Sinn machen, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten, denn dann bekommt man für jede Investition die Vorsteuer zurück.

Welche Vorteile hat es, Kleinunternehmer zu sein? Es ist einfacher. Da man keine Umsatzsteuer berechnet und keine Vorsteuer zahlt, muss man auch keine Umsatzsteuererklärung abgeben. Je nach Umsatz muss man diese jährlich, quartalsweise oder sogar monatlich abgeben. Das ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand, gerade wenn man viele Rechnungen hat.
Fazit:

Wer im ersten Jahr weniger als 17.500 € Umsatz macht und im zweiten Jahr weniger als 50.000 € Umsatz machen wird, ist Kleinunternehmer. Wenn er dann im zweiten Jahr weniger als 17.500 € Umsatz macht und im dritten weniger als 50.000 € dann darf er auch im zweiten Jahr Kleinunternehmer bleiben und so weiter und so fort.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen! Falls ihr Fragen habt, bitte nutzt die Kommentar Funktion, die ist für jeden ohne Registrierung freigeschaltet!

25 Kommentare zu “Kleinunternehmer – Mehrwertsteuer ausweisen oder nicht, was ist besser?”

  1. Mein Start in die Promotionwelt. Sagt:

    […] Wer im Rahmen von Studentenjobs also nicht mehrere Tage die Woche bis in die tiefe Nacht hinein in einer Kneipe oder Bar stehen will, um nachtaktive Menschen ihre Freizeit mit allerlei Getränken zu versüßen, der steht vor einem echten Problem. Schließlich kam ich durch Freunde darauf, nach Studentenjobs im Promotion-Bereich zu suchen. Ich war erstaunt, wie breit die Palette an Tätigkeiten ist, die hier angeboten wird. (www.red-promotion.de liefert einen guten Überblick über das Spektrum an Jobs für Studenten) Also habe ich mich bei einer Promotionagentur in meiner Heimatstadt Leipzig beworben. Grundsätzlich bei einer Bewerbung sind Daten wie Körper-, Kleider- und Schuhgröße, Haarfarbe etc. Alles, was mit Äußerlichkeiten zusammenhängt. Gut ist also immer, wenn man schöne Foto von sich parat hat: Portrait und Ganzkörperaufnahmen. Diverse Schnappschüsse von Handykameras sind hier allerdings nicht angebracht. Nachdem meine Bewerbung angenommen worden ist und ich zum ersten Gespräch in der Agentur aufgetaucht bin, wurde geklärt, ob ich auf Lohnsteuerkarte oder auf Gewerbeschein arbeiten möchte. In der Regel geht beides. Man verdient aber meistens mehr, wenn man auf Gewerbeschein arbeitet und seine Rechnungen selbst stellt. Für Studenten ist ein Gewerbe auch nicht weiter problematisch. Ich bin einfach ins Ordnungsamt meiner Stadt gegangen und habe einen Gewerbeschein beantragt (das kostet allerdings zwischen 20 und 40 Euro). Wichtig ist, wie mir vorher gesagt wurde, dass man, wenn man als Promoter arbeiten möchte, den Tätigkeitsbereich, für den das Gewerbe angemeldet werden soll, so groß wie möglich fasst. Alle möglichen Arbeitsfelder, die mit einem Job für Studenten zu tun haben könnten, also Gastroservice, Messehost bzw. Messehostess, Verkostung, Kinderbetreuung usw., sollten aufgeführt werden. Mein Sachbearbeiter war so freundlich und hat mir beim Ausfüllen der betreffenden Spalte geholfen. Schließlich hat er Erfahrung, denn in der Regel sitzen mehrere Studenten die Woche vor ihm und wollen ebenfalls ein Gewerbe anmelden. Kurz nachdem ich meinen Gewerbeschein stolz nach Hause getragen hatte, meldete sich auch prompt das Finanzamt. Kurzer Adrenalinstoss beim Öffnen des Briefes: Ämter sind mir irgendwie immer etwas suspekt, erst recht das Finanzamt. Ich sollte nun einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen und hinschicken. Leider bin ich im Umgang mit Ämtern nicht besonders geübt. Beamtendeutsch erscheint mir wie Chinesisch. Also habe ich den Fragebogen so weit wie möglich ausgefüllt. Irgendwo ging es dann um die Besteuerung meines Gewerbes und ich wusste nicht recht, was rein schreiben. Also bin mit dem Schriebs einfach ins Finanzamt gegangen, um mir Hilfe zu holen. Die Beamtin, die mir gegenübersaß war sehr freundlich und hat mir die einzelnen Regelungen erklärt und wichtigen Informationen gegeben. (Ich wusste das damals nicht, aber es besteht Auskunftspflicht vonseiten des Finanzamtes.) Als Student muss man unbedingt darauf achten, dass man als Kleinunternehmer geführt wird, damit man nicht diverse Steuern zahlen muss. Hier im Blog gibt es schon einen Beitrag zu diesem Thema, schaut mal hier. […]

  2. Pierre Sagt:

    Ja,m das war leicht zu verstehen !

    aber was ist als Kleinunternehmer dann mit der einkommensteuer bzw. einnahme überschuss rechnung (jährlich) ???
    Das meiste was ich habe sind Benzin Rechnungen und halt Telefon /in Ternetkosten oder halt KFZ – Ersatzteile !

    Wie und was gebe ich in der einnahme überschuss rechnung an, wenn ich keine umsatzsteuern bzw. vorsteuer zurückholen kann ?

    Was bleibt mir denn hinter bzw. was bekomme ich vom Finanzamt zurück ?

    Wie läuft das mit Benzin rechungen wenn ich meinen pkw 50% privat und 50 % geschäftlich nutze ?
    und wie trage ich das bei der einame überschuss rechnung ein ?

    vielen dank im voraus.

    mfg
    Pierre

  3. Steffi Sagt:

    Hallo Pierre. Auf deiner EÜR (Einnahme-Überschuss-Rechnung) führst du einfach alle Beträge brutto auf. Also die Rechnungen, die du erhälst, brutto und die, die du schreibst sind ja eh netto=brutto.

    Bei Telefon und Internet solltest du darauf achten, ob du das ganze auch privat nutzt und dann den privaten Anteil herausrechnen.

    Thema Auto: Wenn das Auto der Firma gehört, dann hast du eh einen privatanteil zu zahlen, wenn das Auto nicht in die Firma gehört, kannst du schonmal keine Ersatzteile und auch keine Tankrechnungen dafür in deine EÜR aufnehmen, jedoch jeden Kilometer den du beruflich fährst mit 0,30 € in die Kosten aufnehmen. Dabei musst du jedoch ein Fahrtenbuch führen, um die beruflichen Kilometer nachzuweisen.

    Die EÜR ist einfach eine Zusammenfassung aller Einnahmen und aller Ausgaben deines Unternehmens.

    Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. Achtung! Alle Infos ohne Gewähr, dies ist keine Steuerberatung.

  4. Steffi Sagt:

    Zur Ergänzung, ich habe mal meine Buchliste bei Amazon hier eingestellt. Einfach rechts auf Buch Tipps klicken, dort findest du einige Bücher zum Thema EÜR. Viele sind nicht wirklich teuer und grade am Anfang lohnt es sich mal eines zu Hause zu haben zum nachschlagen!

  5. Deunan Sagt:

    Hallo, war gut und einfach zu verstehen, dennoch eine Frage!
    Also mit der Kleinunternehmerregelung, wird dann doch der Unternehmer mit der Ust. belastet, wenn er etwas von einem Hersteller kauft.
    Zum Bsp. Einkauf Netto 100 € + 19€ Ust.
    So ist der EK also 119€.
    Die 19€ bekommt er garnicht wieder ? oder doch am ende des Jahres ???

    Wenn nicht, dann hat er ja gegenüber den anderen Händlern immer 19% mehr auf den EK-Preis und das soll beim Handel ein Vorteil sein ?
    Das benachteiligt ja total, ausser man ist in der Dienstleistung selbständig. Dann ist es ja noch ein Vorteil, aber auch nur dann, wenn man für das Unternehmen keine Investitionen tätigt. Da für ein neues Auto, Büro, usw…..
    die Ust. nicht erstattet wird.
    Eigentlich nur ne Behinderung, ausser man hat kein geld um die Vorsteuer zu bezahlen.

    Oder irre ich mich da und sehe alles Schwarz ???

    mfg
    Deunan

  6. Steffi Sagt:

    Hallo Deunan,

    als Kleinunternehmer bekommst du keine Umsatzsteuer wieder. Es ist richtig, wie du schreibst, man kauft die Ware 19% teurer ein, als Wettbewerber.
    Im Handel ist es also sicherlich keine gute Idee Kleinunternehmer zu sein, es sei denn, man verkauft nicht sehr viel.
    Die Kleinunternehmerregelung ist eine Hilfe für kleine Unternehmer, wie der Name schon sagt. Es erspart ihnen den Aufwand mit der Umsatzsteuer. Hat aber eben auch Nachteile.

  7. Cathrin Sagt:

    So ich hab jetzt seit ein paar Tagen einen Gewerbeschein und hab jetzt ein Jobangebot 9€ die std zzgl. 19% MwSt. Schreib ich dementsprechend die Rechnung? 😀 Bin gerade etwas verwirrt. Muss ich dann die 19% ans Finanzamt abgeben oder wie?

  8. Mike Sagt:

    Ja, du schreibst deine Rechnung dann über 9 Euro + 19% MwSt. Wenn du Kleinunternehmer bist, darfst du keine Steuer ausweisen. Dann berechnest du nur 9 Euro. Die 19% musst du bei der Umsatzsteuererklärung angeben.

  9. Franlin Sagt:

    Hay,

    ich bin als freier Mitarbeiter auf Honorarbasis tätig und habe im ersten Jahr unter der 17500 verdient, habe aber im zweiten jahr über diese grenze verdient, aber nicht über 50.000 €. Bin ich noch in der Kleinunternehmerreglung. Wenn ja, heißt das ich muss keine Umsatzsteuer bezahlen, da ich sie ja auch nicht auf die Rechnungen schreibe.

  10. Sven Sagt:

    Hallo,

    laut einem Schreiben vom 18.02.2008 vom Finanzamt bin ich befreit von Ust-Voranmeldungen und Entrichtung der Ust-Vorauszahlungen. Jedoch habe ich trotz dieser Regelung Umsatzsteuer abkassiert.

    Mir ist klar, dass ich durch die Kleinunternehmerregelung keine Vorsteuer meiner Ausgaben vom Finanzamt „wiederholen“ kann. Bin mir nur nicht sicher, welches Formular ich dem Finanzamt übergeben soll, um somit auch meine Umsatzsteuer 2008 an das FA zu überweisen.

    Vielen Dank für jeden Tip.

  11. Esther Sagt:

    Hi,

    was schreibe ich denn auf die Rechnung, wenn ich als Kleinunternehmerin auf die UST. verzichte? So etwas wie „Keine USt. enthalten gemäß § 19 (1) UStG.“?

    Viele Grüße
    Esther

  12. Melanie Sagt:

    Meine Frage ist aehlich zu Franlins.

    In meinem ersten Jahr als Freiberufler habe ich mehr als 17.500 EUR verdient. Im zweiten Jahr habe ich auch ueber diese Grenze verdient, aber nicht mehr als 50.000 EUR. Aber ich dachte, weil ich noch ueber 17.500 EUR im Jahr verdiene, dass ich Ust von meinen Kunden verlange. Oder stimmt das doch nicht?

    MfG,
    Melanie

  13. Markus Sagt:

    Hallo,

    Das steht da im System unter meiner Einstellungen >> Wenn du die MwSt. getrennt ausweisen musst (z.B. gewerblicher Verkauf), dann kannst du hier die MwSt. aktivieren und den generellen MwSt.-Satz eintragen. Hinweis: du kannst den MwSt.-Satz pro Produkt individuell im Produktmodul einstellen. Achtung: Wenn du den generellen MwSt.-Satz änderst, bekommen auch alle Produkte den neuen Satz, die vorher den alten generellen Mehrwertsteuersatz hatten.

    Wenn ich es ausschalte kommt das >> Nach §19 der Kleingewerberegelung bin ich berechtigt, keine Mehrwertsteuer auszuweisen.

    ———————————————————

    Meine Frage :
    Ich möchte ein kleiner Shop öffen mit Gebraucht Produkte von mir. Nun meine fragen wie ist da mit den Mehrwertsteuer muss ich sie lassen oder kann ( darf ) ich sie weg machen ?

    Ich bitte um hilfe !

  14. Britta Eskens Sagt:

    Hallo Melanie,

    ist es richtig, dass ich es so verstehe, dass ich z. B. Sprittkosten als Kleinunternehmer gemäß § 19 Abs. 1 (also ohne Umsatzsteuer) auch angeben kann jedoch muss ich es dann „BRUTTO“ eintragen ? Oder sämtliche Ausaben wie Umschläge oder Büromaterial ? Kann ich nach der Gerwerbenameldung sofort loslegen oder muss ich warten, bis ich vom Finanzamt diesen Fragebogen zugeschickt bekomme ? Gilt meine bisherige Steuernummer oder bekommt man eine neue (muss die auf den Rechnungen erscheinen wenn ich ohne Umsatzsteuer berechne ?).. Sorry, so viele Fragen, hoffe, Sie sind überhaupt noch online ? Reicht ein einfaches Kassenbuch (handschriftlich). So, das war es erst einmal..

    LG und schon mal Danke Britta

  15. Pia Sagt:

    Hallo,

    ich habe eine Frage. Ich bin im ersten Jahr meiner Selbstständigkeit 2008 knapp über die 17.500 Euro Umsatz gekommen, im 2.Jahr drunter (MwSt.pfl.), im 3. Jahr drunter (MwSt. pflichtig) und nun im 4. Jahr wieder drüber. Meine Frage lautet: bin ich für 2011 mehrwertsteuerpflichtig? Für 2012 vermutlich ja, aber dieses Jahr ist mir ein Rätsel. Vielen Dank für die Antwort, viele Grüße Pia

  16. Carsten Sagt:

    Ein weiterer Vorteil besteht doch darin, dass man als Kleinunternehmer dem Kunden Dienstleistungen günstiger anbieten, als die Konkurrenz, die 19% auf die Rechnung draufschreibt. Das gilt natürlich nur für Dienstleistungen, die der Kunde sowieso nicht absetzen kann. Ich verkaufe meine Dienstleistungen an überwiegend an Privatpersonen, die mit der MwSt. nichts anfangen können. Bsp. Hochzeitsfotograf.

  17. Sibel Sagt:

    Hallo ihr alle,
    ich bin eben dabei meinen Fragebogen für steurliche Erfassung auszufüllen. Bin aber am verzweifeln. Weil ich nicht weiß was ich im Abschnitt für KLeinunternehmer ankreuzen soll. Eure bisherigen Kommentare habe ich zwar gelesen, aber irgendwie komme ich nicht weiter.
    Ich habe vor im Jahr 4-5 Promotion zu machen, das heisst ich werde vorrausichtlich nicht über 1500 Euro kommen.
    Was ist jetzt am sinnvollsten für mich? Soll ich die Kleinunternehmer Regelung in Anspruch nehmen oder soll ich das sein lassen ???
    Wenn ich es in Anspruch nehme muss ich ja keine Umsatzsteuer ausweisen. Und pi pa po.. Das heisst ich würde mich davon Papier arbeit ersparen ? Oder sehe ich das falsch…

    Bitte um Aufklärung :((

  18. Daniel Jäger Sagt:

    Es kann allerdings auch sinnvoll sein auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten – ich biete ebenfalls Dienstleistungen an, allerdings hauptsächlich an andere Unternehmen – diese bekommen die 19% erstattet, was wiederum einen Wettbewerbsvorteil gegen Privatanbieter verschafft, die die MwSt. nicht ausweisen dürfen. 🙂

  19. Oli Sagt:

    Hallo Miteinander,

    die Erklärung hat mir viel geholfen. Vielen Dank! Ich bräuchte ein Rat für meine Situation:
    – Stand Juli 2012: Kleinunternehmer seit 3 Jahre immer unter 17500 Umsatz ohne MwSt Abrechnung.
    – Vorraussichtlich Dezember 2012: Umsatz gestiegen auf insgesamt 18000€ im 2012.

    Was wird passieren? Was ist eure Empfehlung?

  20. Markus Sagt:

    „Das bedeutet, ihr bezahlt im Geschäft 119 € für euer Handy und bekommt vom Finanzamt 19 € als die Vorsteuer wieder zurück. Das Handy kostet euch also nur 100 €.“

    Da muss ich mal kurz Klugscheißern. Ich komme auf 22,61€ und 96,39€.
    Von 100€ wären 19%, 19€.

  21. Steffi Sagt:

    Hallo Markus, wie kommst du denn auf diese Rechnung? Wenn das Handy netto 96,39 Euro kostet und du 19% MwSt. oben auf Rechnest, dann kostet es 114,70 Euro und nicht 119. Du musst noch einmal deine Rechnung prüfen 😉

  22. Kaufberatung w203 c200k bj04 mopf avantgarde Seite 2 : Weiß ich nicht müsste ich nachschaun ;) Sagt:

    […] http://promotion-blogger.de/…/ […]

  23. Daniel Sagt:

    Nehmen wir an ich möche als Kleinunternehmer einen OnlineHandel eröffnen.Ich möchte dann ja als Verkäufer an den Endkunden tätig sein.
    Wenn ich nun beim Großhändler einen Artikel für 10€ netto kaufe, berechnet dieser mir ja 7, bzw 19% MwSt.
    Ergo – Der Artikel kostet mich nicht 10€, sondern 10,70€, bzw. 11,90€ (je nachdem ob 7 oder 19 Prozent)

    Wenn ich diesen Artikel nun an den Endkunden für 20€ verkaufe, bin ich dann als Kleinunternehmer dazu verpflichtet, vom erzielten Kaufpreis erneut Steuern zu zahlen?

  24. der Stefan Sagt:

    Bei der Rückwertskalkulation geht man von 119 Prozent aus. Bei der Vorwertskalkulation von 100. Heißt auf gut Deutsch das ich bei der Kleinunternehmerregelung die Mehrwertsteuer nicht zweimal zahle. Ich zahle einmal bei dem Einkauf die MWST, das ich nicht Vorsteuer berechtigt bin. Das Finanzamt bekommt unter 50000 Euro Umsatz keine MWST vom Shoppi 😉 Von daher hat der Kleinunternehmer zwar einen höheren EK aber mehr Gewinn da er vom VK keine MWST abführen muss.

  25. der Stefan Sagt:

    Korrektur unter 17500 Brutto braucht man keine UST zahlen. Danach muss man die MWST in seinen Rechnungen ausweisen und alles was darüber ist versteuern.

Kommentar schreiben